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Der Donauradweg von Novi Sad bis nach Konstanza
Danubius, ein Römischer Flussgott, gab dem zweitlängsten Strom Europas seinen Namen.
Die Donau, ein Fluss mit wechselhafter Geschichte, der das Morgen- vom Abendland trennte, hat auch heute von seiner wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung nichts verloren.
Auf einer Länge von 2.845 Kilometern schlängelt sich die Donau durch malerische Täler, vorbei an historischen Stätten und imposanten Naturdenkmälern, bis sie schließlich in das Schwarze Meer mündet.
Um ihre volle Pracht erleben zu können, war der Wasserweg bisher die beste Möglichkeit. Nun gibt es aber eine Alternative für abenteuerlustige Fahrradpioniere die einzigartigen Impressionen zu entdecken.
Rund 200.000 Euro Fördermittel stellte die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) für den Ausbau des Donauradweges in Südosteuropa zur Verfügung. Mittlerweile ist auch der letzte Abschnitt der EuroVelo Route 6 von Serbien über Bulgarien nach Rumänien voll befahrbar.
In einigen Gegenden befinden sich Ausschilderungen und Übernachtungsmöglichkeiten noch im Aufbau. In freier Wildbahn zu zelten verspricht besondere Abenteuerromantik, oft gibt es auch gastfreundliche und preisgünstige Pensionen.
Der ADFC und andere Fahrradtourismusexperten erfassten die gesamte Strecke per GPS. Für 19,80 € ist die neue Karte im Handel zu erwerben.
Wir beginnen unseren Teil der Reise in Novi Sad, der Hauptstadt der serbischen Provinz Vojvodina. Sehenswert ist die Festung Petrovaradin sowie die Haupstadt Belgrad. Sie ist unser nächstes Etappenziel, welches man gesehen haben sollte. Die Festung Kalemegdan mit ihren weitläufigen Parkanlagen lädt zum Verweilen ein. Hinter Belgrad verlässt uns der Großstadtverkehr; es geht weiter auf ruhigen Landstraßen durch zwei Nationalparks und zahlreiche weitere Naturschutzgebiete. Teilweise starke Steigungen zwischen Belgrad, Smederevo und im Bereich des Donaudurchbruchs führen sicherlich zu einigen Schweißperlen auf der Stirn. 14 unterschiedlich lange, teils unbeleuchtete Tunnel gilt es zu bezwingen.
Nach insgesamt 670 km verlassen wir Serbien.
Die Route durch Bulgarien entlang der blauen Donau hat eine Gesamtlänge von 415 km und führt durch die Städte Vidin, Lom, Svitov, Ruse und Silistra. Wer mag, kann einen Abstecher zur Festung Baba Vida in Vidin machen. Dort wurde kürzlich ein Museum eröffnet.
Der rumänische Teil der Donau zwischen Bazias und dem Schwarzen Meer hat eine Länge von stolzen 1.075 km. Eine vielfältige Landschaft wartet darauf mit dem Fahrrad erkundet zu werden. Kirchen, Klöster und historische Städte werden einem ebenso begegnen, wie fahrende Sinti mit ihren Planwagen und Schafherden. Es empfiehlt sich, die ca. dreiwöchige Tour entlang der rumänischen Donau zwischen April und Oktober zu unternehmen, wenn alles blüht und die Temperaturen angenehm sind.
Bevor wir das Donaudelta bewundern können und an der Schwarzmeerküste bei Konstanza unsere Reise endet, durchqueren wir beeindruckende Landschaften. Erwähnenswert sind der Donauein-
bruch "Eisernes Tor", und die ältesten Berge Europas, die Mặcin Berge.
Für die Rückreise ab Constanza stehen Eisenbahn- und Busverbindungen zur Verfügung, sowie der internationale Flughafen Mihail Kogặlniceanu, ca. 30 km entfernt.
Für Enthusiasten, die noch weiter wollen, ist es möglich die Fahrradtour entlang der Schwarzmeer-
küste bis in die Türkei fortzusetzen. Orientalische Faszination und mediterranes Klima können begeisterte Sporturlauber alle Anstrengungen vergessen lassen.
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